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Weihnachtsgewürze: Zimt, Nelke, Kardamom & Co. richtig verwenden

Welche Gewürze typisch für die Adventszeit sind, wie Sie sie in Gebäck, Braten und Getränken dosieren und wie Sie sie lagern. Mit Geschenkideen aus der Krefelder Manufaktur.
October 20, 2026 by
Weihnachtsgewürze: Zimt, Nelke, Kardamom & Co. richtig verwenden
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Sobald es draußen früher dunkel wird, riecht es in vielen Küchen nach Zimt, Nelke und Orange. Weihnachtsgewürze gehören zu Plätzchen und Lebkuchen, sie passen aber genauso zu Braten, Rotkohl und warmen Getränken. Dieser Beitrag zeigt, welche Gewürze typisch für die Adventszeit sind, wie sie schmecken, wie Sie sie dosieren und wie Sie sie richtig lagern. Am Ende finden Sie Geschenkideen für alle, die gern backen und kochen.

Welche Gewürze gelten als Weihnachtsgewürze?

Eine feste Liste gibt es nicht. Gemeint sind meist Gewürze mit einem warmen, süßlichen Aroma, die seit Jahrhunderten in Lebkuchen, Spekulatius und Gewürzkuchen verwendet werden. Viele davon stammen aus tropischen Regionen und waren früher teuer. Deshalb kamen sie vor allem zu Festtagen auf den Tisch.

Zimt

Zimt ist die getrocknete Rinde des Zimtbaums und das wichtigste Weihnachtsgewürz. Im Handel gibt es vor allem zwei Sorten: Ceylon-Zimt schmeckt feiner und milder, Cassia-Zimt kräftiger und etwas herber. Cassia enthält deutlich mehr Cumarin. Wer sehr viel Zimt verwendet, greift deshalb besser zu Ceylon-Zimt.

Gewürznelke

Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums. Sie schmecken intensiv, würzig und leicht betäubend auf der Zunge. Gemahlene Nelke reicht in kleinsten Mengen. Ganze Nelken stecken Sie in eine Zwiebel für Rotkohl oder geben sie in Glühwein und nehmen sie vor dem Servieren wieder heraus.

Kardamom

Grüner Kardamom wächst in kleinen Kapseln. Die schwarzen Samen darin schmecken frisch, leicht zitronig und blumig. Am aromatischsten sind sie, wenn Sie die Kapseln erst kurz vor der Verwendung öffnen und die Samen im Mörser zerstoßen. Kardamom passt zu Hefegebäck, Milchreis und Kaffee.

Anis und Sternanis

Anis und Sternanis stammen von zwei verschiedenen Pflanzen, schmecken aber ähnlich nach Lakritz. Anissamen kommen in Gebäck wie Springerle, Sternanis eignet sich wegen seiner Form und Kraft eher für Glühwein, Punsch, Kompott und Schmorgerichte. Ein Stern reicht meist für einen ganzen Topf.

Piment, Muskat und Koriander

Piment wird auch Nelkenpfeffer genannt, weil er an eine Mischung aus Nelke, Zimt und Muskat erinnert. Muskatnuss reiben Sie am besten frisch und sparsam. Koriandersamen schmecken mild und leicht zitrusartig und sind fester Bestandteil vieler Spekulatiusrezepte.

Ingwer, Vanille und Orange

Getrockneter Ingwer bringt eine sanfte Wärme, Vanille eine runde Süße. Orangen- und Zitronenschale sorgen für Frische und verhindern, dass Gebäck und Getränke schwer wirken. Gerade die Kombination aus warmen Gewürzen und Zitrus macht viele Weihnachtsrezepte aus.

Weihnachtsgewürze in Plätzchen und Kuchen

Für Plätzchen, Lebkuchen und Gewürzkuchen verwenden viele Hobbybäcker eine fertige Mischung. Das spart Zeit und sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis. Unsere Weihnachtsbäckerei ist eine reine Backgewürzmischung aus Zimt, Piment, Muskat, Kardamom, Nelke, Koriander und Anis, ohne Zucker und ohne Salz. Sie ist ähnlich aufgebaut wie Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz.

Als Richtwert nehmen Sie ein bis zwei Teelöffel auf 500 g Mehl für Plätzchen, Spekulatius oder Lebkuchen. Für einen Rührkuchen oder ein Blech Muffins genügt etwa ein Teelöffel. Verrühren Sie die Gewürze zuerst mit dem Mehl und geben Sie erst danach die feuchten Zutaten dazu. So verteilt sich das Aroma gleichmäßig.

Zwei allgemeine Tipps: Beim Backen wird das Aroma etwas intensiver als im rohen Teig. Und Lebkuchenteig schmeckt oft besser, wenn er vor dem Backen über Nacht oder länger ruht, weil sich die Gewürze dann verbinden.

Weihnachtsgewürze in herzhaften Gerichten

Zimt, Nelke und Piment gehören traditionell an Rotkohl, Sauerbraten und Wildgerichte. Wichtig ist die Menge: In herzhaften Gerichten sollen die Gewürze den Geschmack abrunden und nicht nach Gebäck schmecken. Beginnen Sie mit einer Prise und schmecken Sie zum Schluss ab.

Wer es fruchtiger mag, nimmt eine Mischung für Braten. Der Krefelder Winter enthält Apfel, Marone, Meersalz, Pfeffer, Rosmarin und Orange. Für einen Braten von etwa einem Kilo reiben Sie das Fleisch vor dem Garen mit zwei bis drei Teelöffeln ein. Rotkohl, Rosenkohl und Wirsing bekommen mit einem Teelöffel eine winterliche Note.

Auch Essig kann Weihnachtsaromen tragen. Der Lebkuchen Balsamico ist ein heller Balsamico mit Lebkuchenaroma. Ein Schuss kurz vor dem Servieren rundet Rotkohl ab, im Dressing passt er zu Feldsalat mit Birne und Walnüssen.

Weihnachtsgewürze in Getränken

Glühwein, Kinderpunsch und Tee leben von ganzen Gewürzen: Zimtstange, Nelken, Sternanis und ein paar Streifen Orangenschale. Erhitzen Sie Wein nur langsam und lassen Sie ihn nicht kochen. Sonst verdampft Alkohol und die Gewürze werden bitter. Nach etwa einer halben Stunde nehmen Sie die Gewürze heraus.

Für Milch, Kakao oder Cappuccino eignet sich ein Gewürzzucker. Unser Süßer Winter besteht aus Rohrohrzucker, Kakao, Zimt, Ingwer, Orange und Kardamom. Ein bis zwei Teelöffel auf etwa 250 ml warme Milch genügen. Lösen Sie die Mischung zuerst in einem Schluck heißer Flüssigkeit auf, dann setzt sich der Kakao nicht am Tassenboden ab.

So lagern Sie Weihnachtsgewürze richtig

Gewürze verlieren mit der Zeit Aroma, vor allem durch Licht, Wärme, Luft und Feuchtigkeit. Bewahren Sie sie deshalb gut verschlossen, dunkel und kühl auf, nicht direkt über dem Herd. Nehmen Sie Gewürze mit einem trockenen Löffel aus der Dose und nicht über einem dampfenden Topf.

Ganze Gewürze wie Zimtstangen, Nelken oder Kardamomkapseln halten ihr Aroma länger als gemahlene. Mahlen Sie sie bei Bedarf frisch. Wie lange Gewürze haltbar sind und woran Sie nachlassende Qualität erkennen, lesen Sie in unserem Beitrag Gewürz Haltbarkeit: wie lange sind Gewürze haltbar?

Geschenkideen für Genießer

Gewürze sind ein praktisches Geschenk: Sie sind klein, leicht zu verschicken und werden tatsächlich benutzt. Ein paar Ideen aus unserem Sortiment:

  • Für Plätzchenbäcker: die Weihnachtsbäckerei, zusammen mit einem Lieblingsrezept auf einer Karte.
  • Für Liebhaber heißer Getränke: den Süßen Winter für Milch, Kakao und Desserts.
  • Für Gastgeber des Festessens: den Krefelder Winter für Braten und Wintergemüse, dazu den Lebkuchen Balsamico für Rotkohl und Salat.

Alle Gewürzmischungen stellen wir in unserer Manufaktur in Krefeld in kleinen Chargen her, abgewogen und gemischt in Handarbeit.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lebkuchen- und Spekulatiusgewürz?

Beide basieren auf Zimt, Nelke und weiteren warmen Gewürzen. Spekulatiusgewürz enthält oft mehr Kardamom und Koriander, Lebkuchengewürz häufig Anis und Piment. Die genaue Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Rezept und Hersteller.

Wie viel Weihnachtsgewürz kommt in den Teig?

Für Plätzchen reichen meist ein bis zwei Teelöffel einer Gewürzmischung auf 500 g Mehl. Beginnen Sie lieber mit weniger und würzen Sie beim nächsten Mal nach.

Kann ich Weihnachtsgewürze auch nach den Feiertagen verwenden?

Ja. Eine Prise im Porridge, im Milchreis oder auf Apfelkompott passt den ganzen Winter über. Auch Rotkohl, Kürbissuppe und Schmorgerichte vertragen warme Gewürze.

Ist die Weihnachtsbäckerei-Mischung gesüßt?

Nein. Sie enthält weder Zucker noch Salz. Die Süße bestimmen Sie selbst über Ihr Rezept, etwa mit Zucker, Honig oder Rübenkraut.

Weitere Ideen für die Feiertage finden Sie in unserem Shop unter Feinkost & Geschenke.


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